Der Betriebsapfel

Thom & Partner unterscheiden bei der Optimierung eines Unternehmens drei Bereiche, die jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen verlangen.

Unternehmenskern

Der Unternehmenskern stellt quasi den genetischen Code des jeweiligen Unternehmens dar, der aus der Historie mit seinen Erfahrungen und dem zur Verfügung stehenden Inventar zusammen mit der aktuellen Strategie und der Finanzierung die künftige Entwicklung intrinsisch bestimmt. Er ermöglicht den Wissensarbeitern im Kontext des spezifischen Unternehmens auf einander abgestimmt die richtigen Dinge zu tun.

Wissensarbeit

Die Wissensarbeit beschäftigt sich mit der Lösung von Aufgaben in komplexen oder seltenen Situationen. Sie erhält grobe Verhaltensmuster aus dem Unternehmenskern und verändert diesen wiederum im Laufe der Zeit durch in der Wissensarbeit neu auftretende Muster. Sie entscheidet über Fortbestand oder Untergang eines Unternehmens. Dennoch widmet man sich erst seit wenigen Jahren ihrer systematischen Verbesserung. Anfang dieses Jahrhunderts wurde dazu viel Energie für Wissensmanagement (Knowledge Management) aufgewendet. Diesem Bestreben folgte schnell die Ernüchterung über die ausbleibende Effizienzsteigerung in der Wissensarbeit. Ein anderer Weg, der mehr Erfolge zeigte, war die Trennung von Routine basierten und wissensbasierten Rollen. Dabei übernehmen z.B. niedriger bezahlte Servicekräfte einen Großteil der Anfragen, die zuvor vom hoch qualifizierten, technischen Kundendienst bearbeitet wurde. In aller Regel müssen jedoch mehrere, auf einander abgestimmte und für das Unternehmen passende Maßnahmen vorgenommen werden, um spürbare Effekte zu erzielen. Das einfache Übertragen von woanders erfolgreichen Konzepten ist nur selten von Erfolg gekrönt, weswegen die meisten Unternehmensberatungen in der Vergangenheit ihren Fokus auf den Betriebsbereich Routine setzten.

Routine

Die Routinearbeit hat sich in der Unternehmenshistorie etabliert und wird durch Wissensarbeit immer wieder an die neuen Erfordernisse angepasst. Dieser Bereich wurde in den letzten Jahrzehnten immer effektiver gestaltet durch die Einführung von ERP-Systemen, elektronischer Workflows etc. Bei diesen Aufgaben sind kulturelle Aspekte des Unternehmens von geringerer Bedeutung, so dass sich die Unternehmen in ihren Abläufen immer weiter annähern. Insofern kann Differenzierung und Wettbewerbsvorteil auf diesem Wege nur noch schwer erzielt werden.


Der Betriebsapfel

Unser Modell unterscheidet drei Bestandteile des Betriebs

Betriebsapfel

Unternehmenskern: Strategie, Erfahrung, Inventar, Finanzierung
Wissensarbeit: Entscheidung, Beurteilung, Abstraktion, Improvisation, Integration
Routine: Transaktion, Transformation